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Falten und Licht

Pilotprojekt, Autoren: Sara Gysin, Alexander Henz


Ziel des von Sara Gysin und Alexander Henz entwickelten Projektes auf der gymnasialen Oberstufe der neuen Kantonsschule Aarau war es, dass die SchülerInnen Kriterien für die Auseinandersetzung mit Architektur kennen lernen sowie bauen als Prozess begreifen. Dadurch sollten sie eine Sensibilität im Zusammenhang mit der gebauten Umwelt entwickeln. In sechs Unterrichtseinheiten zu je drei Lektionen wurde in Gruppen ein aus praktischen und theoretischen Teilen bestehendes Programm erprobt. In einer ersten - zuerst experimentellen und dann konkret gestaltenden - Phase erkundete die Klasse den Weg vom zweidimensionalen Blatt Papier zum dreidimensional gefalteten Dach. Ergebnis der Arbeit war ein Modell im Masstab 1:50 eines Hallenraumes, der vorwiegend mit Oberlicht erleuchtet wird. Die Ergebnisse wurden der Klasse vorgestellt und mit dem Gastarchitekten Christian Zimmermann besprochen. Parallel zur praktischen Arbeit verfasste jede Gruppe einen Kurzvortrag zu einem ausgewählten Bau. So sollte den SchülerInnen ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen der Architekturgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart gegeben werden. Zum Abschluss besuchte die Klasse mit dem Gastarchitekten das Aargauische Versicherungsamt, so dass die SchülerInnen auch einen ganz realistischen Einblick in die Arbeit eines Architekturbüros erhielten.



Ergebnis einer ersten experimentellen Übung, auf eine Halle ein gefaltetes Dach mit Lichtöffnungen zu setzen. Arbeitsmodell 1:100. In einem weiteren Schritt wurden mehrere Modelle gebaut, bis das Ergebnis die SchülerInnen befriedigte.